Berichte


Schüler backen Crêpes

Zusammen mit acht Kindern der Französisch AG an der Großsachsener Grundschule backten Myriam Rachid-Dalling und Danielle Fouache Crêpes - ein Stück französische Kultur, die den Kindern sehr gefiel. Jeder durfte sich auch ein Anstecker der deutsch-französischen Flaggen nehmen - für die Kinder etwas ganz besonderes. Auch den beiden Betreuerinnen machte es Spaß, in den mittlerweile 20 Schulstunden den Kindern ein Gespür für die französische Sprache zu geben und ihnen ein Stück französischer Kultur schmackhaft zu machen - im wahrsten Sinne des Wortes. 

Besuch der Grube Marie

 

 

Die Gruppe aus 20 Teilnehmern, darunter auch zwei Kinder, traf sich vor dem Eingang der Grube Marie in 
Hohensachsen. Geführt wurde die Besuchergruppe von Gustav Weber, seinem Kollegen und Geologen Ludwig Meitzler, und dem Chemiker Matthias Schott. Sie versetzten die Teilnehmer mit ihren Erklärungen und den Einblicken in die Arbeitswelt der Bergleute des 15. und 18. Jahrhunderts ins Staunen, viele von ihnen waren fasziniert, dass sich eine solch geschichtsträchtige und interessante Sehenswürdigkeit direkt vor der Haustür befindet. Man erkundete das Innere des Berges und war begeistert von dem Blick auf die Verwerfung des Oberrheingrabens, an der sich in vielfältigen geologischen Prozessen Erzminerale abgeschieden haben.

Die Besucher können empfehlen jedem, eine individuelle Besichtigung der Grube Marie in Anspruch zu nehmen (Telefon: 06201/592823).

 

 

Europatag (6. Mai)


Bericht der Weinheimer Nachrichten, erschienen am 8. Mai

 

Leutershausen. Leuchtende Blautöne erstrahlen an diesem Sonntagmorgen: der Himmel, von dem die Sonne mit voller Kraft knallt; die Wände des Olympia-Kinos, vor dem sich rund 50 Personen versammelt haben – das Glas mit Crémant in der einen, die Stücke von dem selbst gebackenen Kuchen in der anderen Hand; die Fähnchen mit der europäischen Flagge; und die Poloshirts der Mitglieder des Hirschberger Vereins, deren Royalblau heute eine besondere Bedeutung hat: Es ist der traditionelle Europatag, den der Partnerschaftsverein zusammen mit Renate Keppler-Götz (Zweite Vorsitzende) und Wiebke Dau-Schmidt (Vorsitzende) vom Förderkreis Olympia-Kino ausrichtet.

Erstmals dabei: Claudia Ebert, Martha Berg und Ingrid Gängel vom Vorstand des Förderkreis Partnerschaft Schriesheim–Uzès. Die drei Damen stehen im kühlenden Schatten. Ja, Europa sei wichtig, gerade die kleinen Partnerschaften als besondere Träger. „Ganz anders als das, was da in Brüssel gemacht wird“, kritisiert Ebert. In Sachen Partnerschaft, die seit 1984 besteht, laufe es seit drei Jahren ganz ordentlich, berichtet die Vorsitzende aus Schriesheim. Natürlich gebe es wenig Nachwuchs und auch die Verbindung mit Vereinen fehle. „Es steht und fällt mit meist dem Engagement der Personen“, sind sich Ebert, Berg und Gängel einig.

Auch Danielle Fouache, die Vorsitzenden des Hirschberger Partnerschaftsvereins, trägt das Vereinsshirt. Am Kragen funkelt die Stecknadel mit den gekreuzten Flaggen: die deutsche und die französische. Aber heute geht es nicht nur um die deutsch-französische Partnerschaft. Fouache ist Französin und bekennende Europäerin. Zum Europatag plädiert sie für ein harmonisches Zusammenleben in Europa – und dazu müsse man auch über sich selbst lachen können. Denn wenn verschiedene Länder mit unterschiedlichen Kulturen harmonieren wollen, müssen Vorurteile abgebaut werden. „Man sagt, im Himmel von Europa sind die Engländer die Polizisten, die Franzosen die Köche, die Deutschen die Automechaniker, die Italiener die Liebhaber und die Schweizer organisieren alles“, zitiert Fouache. „In der Hölle von Europa hingegen sind die Deutschen die Polizisten, die Engländer die Köche, die Franzosen die Automechaniker, die Schweizer die Liebhaber und die Italiener organisieren alles.“ Die Gäste lachen. „Unsere Unterschiede sollen uns zum Schmunzeln bringen“, so Fouache weiter.

In Hirschberg gelinge das jeden Tag. „Großsachsener und Leutershausener foppen sich gegenseitig und leben doch zusammen“, sagt Fouache scherzend. Bevor sich der Vorhang zum Film „Monsieur Pierre geht online“ („Un profil pour deux“) in französischer Originalsprache mit deutschen Untertiteln öffnet, stellt Fouache noch ein Quiz an die Gäste: „In Hirschberg gibt es Europäer aus 23 verschiedenen Ländern. Wie viele Europäer – außer den Deutschen – sind in Hirschberg gemeldet?“ Das Rätselraten beginnt. Die Vorschläge reichen von 120 bis 982. Hildur Tweebeeke schlägt 450 vor und gewinnt. Auch Gabi Bickel antwortet richtig auf das Europaquiz: Wo können Schokocroissants gekauft werden? Nur in Deutschland.

Das Präsent für die Gewinnerinnen ist eine Neuheit im Partnerschaftsverein: eine Flasche halbtrockenen Müller-Thurgau vom Weingut Teutsch, in einem besonderen Gewand. Das Etikett ziert ein Aquarell der Hirschberger Landschaft in detailhafter Perfektion. Gemalt hat es Dieter Korsch, der schon das Vereinslogo entwarf. Woher das Motiv stammt? „Aus meinem Kopf“, sagt Korsch. Künftig wird die Flasche bei besonderen Anlässen verliehen. Dass man einige der ersten 200 Exemplare öffnete, spricht demnach für den Europatag. (lim)

 

Bericht der Rhein-Neckar-Zeitung, erschienen am 8. Mai

 

(kaz) Wie viele Einwohner aus europäischen Ländern - Deutschland ausgenommen - sind allein in Hirschberg registriert? Die Antwort auf die Quizfrage von Danielle Fouache überraschte dann doch: Es sind 465! Die Vorsitzende des Partnerschaftsvereins Hirschberg stellte die Frage im Saal des Olympia-Kinos. Jene Dame im Publikum, die mit ihrer Schätzung am nächsten an der Zahl lagen, bekam eine Flasche Crémant als Gewinn.

Anlässlich des Europatags lud der Verein zunächst zum Empfang im Freien. Dort hatte dann der neue Partnerschaftswein vom Winzerbetrieb Teutsch Premiere. Die Etiketten für Müller-Thurgau und Silvaner sind einem Gemälde von Dieter Korsch nachempfunden und zeigen eine Ansicht von Leutershausen und Großsachsen. "Das Original hängt bei mir daheim in der Küche", so Korsch.

Ein visuelles Erlebnis versprach auch der Film "Monsieur Pierre geht online" zu werden. Er handelt von einem etwas schrulligen älteren Herrn, der eigentlich alles Neue ablehnt und dann doch noch im Internet aktiv wird. Der kostenlose Kinobesuch am Europatag hat beim Partnerschaftsverein Tradition, und die Qualität französischer Filme ist legendär.

Weil das Original mit Untertiteln gezeigt wurde, hatte das Publikum gleich Gelegenheit, die Sprachkenntnisse aufzufrischen. In ihrer kurzen Ansprache skizzierte Danielle Fouache den verstorbenen Altbundeskanzler Helmut Schmidt mit dem Satz. "EU-Verordnungen werden in Brüssel beschlossen, in Frankreich gelesen, in Italien in den Papierkorb geworfen und in Deutschland befolgt." Und wie sieht Europa außerhalb der Paragrafen aus? Da leben die verschiedenen Nationalitäten meistens friedlich nebeneinander und feiern auch gern zusammen - allein in Hirschberg sind es 23.

Mit der Definition von Europa des Schweizers Christoph Geistmann hatte die Vereinsvorsitzende die Lacher ebenfalls auf ihrer Seite. Demnach herrschen himmlische Verhältnisse, wenn die Polizisten Briten sind, die Köche Franzosen, die Mechaniker Deutsche, die Liebhaber Italiener und alles von Schweizern organisiert wird. Die höllische Variante sieht die Deutschen als Polizisten und die Franzosen als Mechaniker vor, die Briten als Köche, die Schweizer als Liebhaber und die Italiener als Organisatoren.

Dazu Danielle Fouache: "Dieser kurze Text beinhaltet alle möglichen Vorurteile der Europäer untereinander, aber er bringt uns trotzdem zum Schmunzeln - warum? Weil es doch gerade die Unterschiede sind, die das Zusammenleben ausmachen. Wie langweilig wäre es, wenn wir untereinander keine Witze mehr über die Nachbar machen könnten?" Fouache ermunterte dazu, auch Leutershausener und Großsachsener sollten ruhig weiter übereinander lästern. Außer mit Brignais bei Lyon pflegt Hirschberg eine Partnerschaft mit Schweighouse im Elsass und Niederau bei Dresden - und auch da regiert der Humor.


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Jahreshauptversammlung 21. März 2018
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