Berichte


Mitgliederversammlung 2019

Am Mittwoch, 20. März, um 19 Uhr fand die Jahreshauptversammlung des Partnerschaftsvereins im Anbau der Alten Turnhalle statt. In einer Schweigeminute gedachten die Anwesenden zunächst dem plötzlichen Verscheiden von Dr. Jörg Boulanger. Er war Gründungsmitglied und war zuletzt als zweiter Vorsitzender und juristischer Berater im geschäftsführenden Vorstand tätig.

 

"Einen lieben Freund verloren"

"Wir haben einen sehr lieben Freund verloren", so Danielle Fouache.

Im Anschluss ließ Linda Möllers die Aktivitäten des vergangenen Vereinsjahres Revue passieren. Magdalena Kiefert-Mühleisen unterstrich den Vortrag mit einer Auswahl an Bildern, die sie in einer Diashow vorführte: Vom "Galette des rois"-Essen bis hin zum Partnerschaftsabend und Bürgertag. Sehr stolz ist der Verein auf die Jugendarbeit, die mit dem Zuwachs von Tilmann Geiger, Leo Günther, Florian Gutfleisch und Collin Pedigo 

als neue Mitglieder für ein Jahr an Fahrt gewinnt.

 

Uta Hein gab einen Einblick in den Kassenstand des Vereins, der sich sehen lassen kann. Gustav Weber und Norbert Thünker bestätigten als Kassenprüfer der ersten Stunde die Richtigkeit und tadellose Führung der Kassenwartsarbeit - und traten nach 14 Jahren Vereinstätigkeit aus ihrer Funktion zurück. Mit einem kleinen Präsent bedankte sich der Vereinsvorstand für die langjährige Arbeit als Kassenprüfer. Auch Gerd Bornmann und Martin Hirsch ziehen sich aus dem geschäftsführenden Vorstand zurück und wurden ebenfalls mit Präsenten verabschiedet.

 

Neues Mitglied

Gerd ist Gründungsmitglied und seit jeher für Praktika und den Austausch zuständig, Martin hat sich erfolgreich um die Flyerproduktion und das Crêpe-Backen beim Heisemer Straßenfest gekümmert. Nach der Entlastung des Vorstandes und der einstimmigen Wiederwahl von Danielle Fouache (erste Vorsitzende), Hanni Dohet (Beisitzerin), Gisela Thünker (Beisitzerin) Angela Johe (Beisitzerin), Uta Hein (Kassenwartin) und Linda Möllers (Schriftführerin) wurde Reinhard Korkowski als zweiter Vorsitzender gewählt, Zu Kassenprüfern wurden Margot Schmitt, Doris Menschig und Claudia Rudolph gewählt.

 

Nach dem offiziellen Teil saß man noch in gemütlicher Runde beisammen. Seitdem zählt der Verein mit Christian Würz 150 Mitglieder.

Jugendliche aus Hirschberg besuchen

ihre französischen Freunde in Brignais auf eigene Faust

 

Ein Gastbeitrag 

 

In Hirschberg, der Partnergemeinde von Brignais, findet jährlich die Ferienbetreuung für Kinder „Saatschule“ statt. Neben zahlreichen engagierten Hirschbergern, helfen auch jedes Jahr motivierte jüngere Franzosen aus, um die Städtepartnerschaft zu vertiefen. In diesen zwei Wochen entstehen jedes Mal wunderbare Bekanntschaften und Kontakte nach Brignais. Um diese zu erhalten, entstand die Idee, nun selber nach Brignais zu reisen und uns die Heimat von unseren französischen Freunden zeigen zu lassen.

 

Also mieteten wir – eine Gruppe von sieben Hirschbergern - eine Unterkunft für die drei Nächte und planten unsere Anreise. Nach sieben Stunden Autofahrt erreichten wir Irigny, wo sich unsere Ferienwohnung befand. Irigny, ein Nachbarort von Brignais, liegt im Departement Auvergne-Rhône-Alpes. Erschöpft von der Fahrt machten wir uns ein Abendessen und luden die Franzosen ein.  Am nächsten Tag besuchten wir zusammen Brignais und besichtigten den Stadtkern. In einem schönen Park haben wir uns gestärkt und den Abend mit Brettspielen ausklingen lassen. An diesem Abend haben wir uns intensiv mit den Franzosen ausgetauscht, wir hatten uns viel zu erzählen. Die Kommunikation auf Deutsch und Französisch hat meistens geklappt; aber gut, dass wir alle auch Englisch können.

 

Auch der Ausflug nach Lyon hat uns allen sehr gut gefallen. Zum Glück führte uns Solène, anderenfalls wären wir mehrere Male an diversen Fahrkartenautomaten und schnellen Umstiegen gescheitert. Angekommen am Place Bellecour trafen wir auf französische Demonstranten: Gelbwesten auf Motorrädern blockierten die Straße. Ihnen gegenüber standen viele Polizisten, die den Weg zur Fußgängerzone freimachten. Besonders gefiel uns die malerische Altstadt und die Kathedrale, sowie die vielen Geschäfte. Zum Abschluss unseres letzten Abends gingen wir noch gemütlich in einem Burger Restaurant mit französischen Bierspezialitäten essen.

 

Wir konnten jedoch nicht gänzlich von diesen überzeugt werden. Gesättigt traten wir den Rückweg durch den U-Bahn Dschungel an und bereiteten uns auf die Abschiedsparty vor. Beim Einkauf besorgte Alissa ein Geschenk für ihren Vater, das den Weg zur U-Bahn leider nicht vollkommen unbeschadet überstand. Da der Abend länger wurde als geplant und somit der letzte Bus verpasst wurde, mussten die Schlafkapazitäten der Unterkunft voll ausgenutzt werden. Zum Abschluss lässt sich sagen, dass dies nicht das letzte Treffen mit unseren französischen Freunden gewesen sein wird!

 

Besonders bedanken möchten wir uns beim Partnerschaftsverein Hirschberg für die tolle Unterstützung und die schnelle Hilfsbereitschaft.

Wir freuen uns sehr, dass wir die Möglichkeit hatten so selbst am internationalen Austausch teilnehmen zu können.

 

 

 


Reise nach Versailles und Paris vom 6. bis zum 9. September 2018

Ein Gast-Beitrag von Dagmar Burisch

 

Auch im 32. Jahr der Jumelage organisierte der Partnerschaftsverein erneut eine Reise in unser Nachbarland. Diesmal ging es nach Versailles, Paris und Giverny.

 

Am Donnerstagmorgen des 6. September fanden sich 49 bestens gelaunte Mitglieder des Vereins zur Abfahrt am Hilfeleistungszentrum in Leutershausen ein - voller Vorfreude auf vier ereignisreiche Tage. Kurz nach Verdun wurde die Reisegemeinschaft mit einem Picknick verwöhnt. Bei Baguette, Käse, Wein, frischen Äpfeln vom Obsthof Volk und einer von Neumitgliedern gespendeten Kiste Crémant (merci!!) stimmte man sich auf die kommenden Tage ein.

Pünktlich erreichte der Bus schließlich die charmante Unterkunft „La Résidence du Berry“ in Versailles, begrüßt von der Abendsonne über einem barocken Stadtensemble. Der Abend stand zur freien Verfügung und so wurden schon einmal diverse kleine Lokale in der Umgebung erkundet.

 

Den Freitagvormittag nutzten dann viele, um über den wunderschönen und vielfältigen Wochenmarkt in Versailles zu schlendern.

Mittags ging es gemeinsam nach Paris, die Sonne zeigte sich rechtzeitig, so dass ein wolkenloser Himmel die Kulisse für den geführten Spaziergang durch Montmartre bildete. Unterwegs am höchsten Punkt von Paris (130 m) erfuhr man einiges über die Geschichte dieses berühmten Stadtviertels rund um Sacre Cœur: vom kopflosen St. Denis, den Unruhen der Kommune und den Gepflogenheiten der Bohème. Trotz beliebtem Touristenziel und Teil einer Metropole hat sich Montmartre an mehreren Stellen seinen dörflichen Charakter bewahrt mit Heckenrosen, viel Grün in den Vorgärten und einem Weinberg sogar. An die früheren Windmühlen erinnern heute nur noch das legendäre „Moulin Rouge“ und das damalige Tanzlokal „Moulin de la Galette“. Früher ein beliebtes Künstlerviertel – im Atelierhaus „Bâteau Lavoir“ malte Picasso erste kubistische Werke – ist Montmartre heute bevorzugter Wohnort für Privilegierte.

Bis zur abendlichen Schifffahrt auf der Seine standen drei Stunden zur freien Verfügung und jeder nutzte die Zeit für individuelle Spaziergänge Richtung Anlegestelle an der Pont de l'Alma.

Die Fahrt auf der Seine mit einem der glasüberdachten „Bateaux Mouches“ führte an den imposanten Bauwerken vorbei. Begleitet von Klavier- und Geigenklängen wurde ein exquisites Menu serviert. Ein Genuss für alle Sinne im Vorüberfahren: die beleuchteten historischen Bauten, das Lichtspektakel am Eiffelturm sowie die vielen Menschen, die den lauen Sommerabend am Seine-Ufer genossen.

 

Gut ausgeschlafen ging's am Samstagvormittag nach Giverny zur Besichtigung des Gartens von Monet. Schon die Fahrt durch pittoreske Dörfer und das Seine-Tal in das nordwestlich von Paris (Normandie) gelegene Dorf Giverny ließ ahnen, weshalb sich der impressionistische Maler 1883 dort sein Refugium schuf. Auf der Suche nach Licht, Luft und Farbe gestaltete Monet vor seinem Wohn- und Atelierhaus ein einzigartiges Gartenparadies, das heute von der Fondation Claude Monet verwaltet wird und der Öffentlichkeit zugänglich ist. Insbesondere der Wassergarten mit seinem Seerosenteich – von einer japanischen Brücke überspannt - ruft Monets Malerei des Spätwerks im Gedächtnis wach.

Am Abend stand als weiterer künstlerischer Höhepunkt des Tages der von André Le Nôtre gestaltete Schlosspark von Versailles auf dem Programm. Ausgerüstet mit Klappstuhl, Fotoapparat und bequemen Schuhen machte man sich gemeinsam auf den Weg, um das Schauspiel der „Grandes Eaux Nocturnes“ zu erleben, die während der Sommermonate jeweils samstags die weitläufigen Schlossparkanlagen in ein Klang – und Lichtermeer verwandeln mit einem fulminanten Feuerwerk zum Finale. Eine barocke Inszenierung, die Touristen und Bewohner gleichermaßen bezaubert.

 

Die Koffer gepackt hieß es am Sonntagmorgen Abschied nehmen und die Fahrt Richtung Heimat antreten, aber nicht ohne vorher noch dem Schloss Vaux-le-Vicomte einen Besuch abzustatten.. Das Chateau ist eines der schönsten Adelsschlösser des 17. Jhs. und war Vorbild für die Schloss- und Gartenarchitektur  von Versailles. Erbauer war Nicolas Fouquet, der Finanzminister Louis XIV., der für sein Vorhaben die drei größten Architekten seiner Zeit gewann: Louis Le Vau (Gebäude), Charles Lebrun (Innendekoration) und André Le Nôtre (Park). Das Gesamtkunstwerk weckte den Neid des Sonnenkönigs und Fouquet konnte sich nicht lange seines Besitzes erfreuen. Durch Intrigen und ein Komplott geriet er bis an sein Lebensende in Gefangenschaft. Louis XIV. beschlagnahmte Teile seines Besitzes und übernahm die drei Architekten für den eigenen Bau in Versailles. Über das tragische Schicksal des Nicolas Fouquet setzte Namensgenossin Doris Fouquet (!) die Mitreisenden bereits auf der Anfahrt im Bus in Kenntnis.

 

Nach der ausführlichen Besichtigung von Schloss und Parkanlagen wurde die Rückreise fortgesetzt, noch einmal unterbrochen durch ein willkommenes Picknick, erneut angerichtet durch ein routiniertes Helferteam. Zufrieden und voller neuer Eindrücke erreichte die Reisegruppe schließlich gegen 21 Uhr wieder heimatliche Gefilde.

 

Für eine gelungene und bestens organisierte Reise erhielt Danielle Fouache noch während der Busfahrt ein herzliches Dankeschön von der versammelten Truppe in Form echten französischen Chics – ein rotes Reise-Cape – verbunden mit der Hoffnung auf eine Fortsetzung solch interessanter Ausflüge im nächsten Jahr. Merci Danielle!

 

 

 


Grillfest nach "Jugend Work Camp"

Für die fleißigen Jugendlichen, die im Rahmen des "Jugend Work Camp" der Gemeinde Hirschberg gemeinnützige Arbeit verrichtet haben, richtete der Partnerschaftsverein Hirschberg ein Grillfest aus. Auch, wenn sie zwei Wochen lang bei heißem Wetter viel gearbeitet haben, ließen sich Solène Guili, Thibault Tuttle, Elisa Sanchez, François Sejalon, Raphaël Pattie und Alissa Hirche nicht zweimal bitten, beim Aufbau des Grills und der Tische vor dem Anbau der Alten Turnhalle Großsachsen zu helfen. Leon Bezouska von der Gemeinde, der zusammen mit Stephanie Franz die Jugendlichen während ihres Aufenthaltes betreut hatte, übernahm die Grillarbeit. Partnerschaftsvereins-Vorsitzende Danielle Fouache lobte das großartige Projekt und wies auf die Bedeutsamkeit des Jugendaustauschs zwischen Deutschland und Frankreich hin.

 

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Schüler backen Crêpes

Zusammen mit acht Kindern der Französisch AG an der Großsachsener Grundschule backten Myriam Rachid-Dalling und Danielle Fouache Crêpes - ein Stück französische Kultur, die den Kindern sehr gefiel. Jeder durfte sich auch ein Anstecker der deutsch-französischen Flaggen nehmen - für die Kinder etwas ganz besonderes. Auch den beiden Betreuerinnen machte es Spaß, in den mittlerweile 20 Schulstunden den Kindern ein Gespür für die französische Sprache zu geben und ihnen ein Stück französischer Kultur schmackhaft zu machen - im wahrsten Sinne des Wortes. 


Besuch der Grube Marie

Die Gruppe aus 20 Teilnehmern, darunter auch zwei Kinder, traf sich vor dem Eingang der Grube Marie in 

Hohensachsen. Geführt wurde die Besuchergruppe von Gustav Weber, seinem Kollegen und Geologen Ludwig Meitzler, und dem Chemiker Matthias Schott. Sie versetzten die Teilnehmer mit ihren Erklärungen und den Einblicken in die Arbeitswelt der Bergleute des 15. und 18. Jahrhunderts ins Staunen, viele von ihnen waren fasziniert, dass sich eine solch geschichtsträchtige und interessante Sehenswürdigkeit direkt vor der Haustür befindet. Man erkundete das Innere des Berges und war begeistert von dem Blick auf die Verwerfung des Oberrheingrabens, an der sich in vielfältigen geologischen Prozessen Erzminerale abgeschieden haben.

Die Besucher können empfehlen jedem, eine individuelle Besichtigung der Grube Marie in Anspruch zu nehmen (Telefon: 06201/592823).